Brennwerttechnik
Brennwert-Heizkessel sind komfortable und umweltschonende Wärmeerzeuger, bei denen das Abgas so weit abgekühlt wird, daß der im Abgas enthaltene Wasserdampf kondensiert und so zusätzliche Wärme an das Heiznetz abgibt.
In Verbindung mit einem Niedertemperatur-Heiznetz erreichen Brennwert-Heizkessel ihre optimale Energieausnutzung. Der Norm-Nutzungsgrad liegt bei 105-109%, bezogen auf den Heizwert von Erdgas.
Brennwert-Effekt am höchsten bei der Gasverbrennung
Der Brennwert-Effekt läßt sich derzeit nur beim Einsatz von Erdgas und ggf. Flüssiggas wirtschaftlich nutzen, da das Abgas, das bei der Gasverbrennung entsteht, wesentlich mehr Wasserdampf enthält als das Abgas bei der Verbrennung von Heizöl. Neben den Niedertemperaturkesseln für Heizungsanlagen wird auch mit der Brennwerttechnik der Auskühlverlust einer Heizungsanlage erheblich verringert, denn das Heizwasser einer solchen Anlage wird nach der aktuellen Außentemperatur geregelt.
Heizwasser-Regelung nach der aktuellen Außentemperatur
Ist die Außentemperatur beispielsweise an einem Wintertag auf -15°C gesunken, wird das Heizwasser der Anlage auf 70°C erwärmt. An einem wärmeren Tag, an dem die Außentemperatur bei +10°C liegt, wird dagegen die Heizwassertemperatur bei 39°C gehalten.
Auch die Abwärme der Verbrennungsgase wird genutzt
Anders als Niedertemperaturkessel nutzt Brennwerttechnik aber noch eine weitere Wärmequelle: Die Abwärme der
Verbrennungsgase. Bei günstigen Rahmenbedingungen kann die Abgastemperatur eines Brennwertkessels auf unter 55°C herabgekühlt und die so gewonnene Wärme kostensparend der Heizungsanlage zugeführt werden.